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Positionspapier "Bildung"

1. Grundsatz Bildung allgemein

Die Bildung soll Schülerinnen und Schülern helfen im Leben zu bestehen. Sie soll sie zu mündigen Bürgern machen, denn die sind das Fundament einer stabilen Demokratie. Ausserdem sollen die Schülerinnen und Schüler auch in Zukunft eine Chance haben im Arbeitsmarkt zu bestehen und den Beruf erlernen zu können, den sie sich wünschen. Dabei soll das Ganze in einem Umfeld stattfinden, in dem es eine starke Schulleitung gibt, die zusammen mit den Eltern und den Lehrerinnen und Lehrern für einen geordneten Schulbetrieb sorgt. Insbesondere kommen die Eltern wieder vermehrt der Erziehungsaufgabe ihrer Kinder nach, damit sich die Schule besser auf die Ausbildung und nicht auf die Erziehung der Kinder konzentrieren kann. Es ist auf klare, einfache und effiziente Strukturen wert zulegen und es ist der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Mobilität in der Schweiz gestiegen ist, was eine Harmonisierung der Schulsysteme verlangt.

 

2. Grundsatz Volksschule

Die Volksschule soll die Kinder auf das Leben und auf ihren weiteren Bildungsweg vorbereiten. Dabei ist sowohl auf die besonderen Bedürfnisse der schwachen wie auch der starken Schülerinnen und Schüler Rücksicht zu nehmen. Ausserdem soll die Möglichkeit des Besuchs von ganztags Schuleinrichtungen gefördert werden, damit berufstätige Eltern entlastet werden und die Attraktivität Kinder zu haben wieder steigt.

Forderungen:

Wir wollen den 2-jährigen Kindergarten. Im Spezialunterricht erachten wir es als zentral, dass die bestehenden Bedürfnisse wirklich gedeckt werden. Sparmassnahmen zu Lasten der Schwächsten erachten wir als nicht sozialverträglich und kontraproduktiv. Die Wiedereinführung des Schulsystems mit 4 Jahren Grundschule und 5 Jahren Sekundarschule ist anzustreben. Zwar kollidiert dies mit dem Gedanken der Harmonisierung aller Schulsysteme in der Schweiz, aber ein gutes Schulsystem ist uns viel wichtiger. Der Deutschunterricht für Fremdsprachige soll bedarfsgerecht ausgebaut werden.

 

3. Grundsatz Sekundarstufe II und Berufsschulen

Berufs- und Diplommittelschulen sollen eine gewichtige Rolle spielen. Damit der Lehrabschluss seinen guten Ruf behält, ist dabei auf eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schule wert zu legen. Wichtig ist vor allem, das alle eine Berufsausbildung absolvieren, denn ungelehrte Arbeitskräfte haben deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Matura soll auch in Zukunft die Schülerinnen und Schüler berechtigen an jeder Uni zu studieren. Dazu muss die Qualität der Matura ausreichend hoch sein. Das 10. Schuljahr soll für Schülerinnen und Schüler mit schulischen Defiziten eine wertvolle Option bleiben.

Forderungen:

Das Untergymnasium nach der sechsten Klasse ist wieder einzuführen, damit die Schüler bestmöglich auf das gymnasiale Niveau vorbereitet werden können, was sicher die Qualität der Matura steigert. Wir fordern ein umfassendes und attraktives Lehrstellenangebot. Der Staat soll dazu geeignete und zeitgemässe Anreize schaffen.

 

4. Grundsatz Hochschulen

Hochschulen sollen eine qualitativ hochstehende Ausbildung bieten, die den Wirtschafts- und Forschungsstandort Schweiz weiter stärkt und dessen Bedürfnisse auch berücksichtigt. Dabei soll grundsätzlich allen, die die schulische Qualifikation haben, der Zugang zu diesem Angebot ermöglicht werden. Wir befürworten die Harmonisierung der Studiengänge auf europäischer Ebene und die damit verbundene grössere Mobilität.

Forderungen:

Wir wollen ein kritische und konstruktive Mitarbeit beim Bologna Prozess. Wir wollen keinen generellen Numerus Clausus. Wir befürworten die Schaffung von Ausbildungsdarlehen, als sinnvolle Ergänzung zu den Stipendien. Wir fordern eine auf erhöhte Effizienz im administrativen Bereich zielende Reorganisation der Berner Fachhochschule und den bedarfsgerechten Ausbau des Leistungsangebotes (z.B. Aufbau des Studienganges Wirtschaftsinformatik).

 

5. Grundsatz Bildungsfinanzierung

Unserer Meinung nach soll der Staat zumindest das bisherige Grundangebot an Bildung auch weiterhin finanzieren. Dabei soll aber eine Effizienzsteigerung mit marktwirtschaftlichen Elementen gefördert werden. Ausserdem soll die Transparenz erhöht werden.

Forderungen:

Wir wollen, dass über die Einführung von Bildungsgutscheinen nachgedacht wird. Wir wollen keinen weiteren Leistungsabbau. Wir wollen grösstmögliche Transparenz im Bildungswesen und dessen Finanzierung.